thu.svg 20210809_152940 20210809_190945 20210809_195413

Im Vogtland

Montag
9. August 2021

 
|Übersicht|
thu.svg
______Thüringen

Zurück nach Thüringen

Heidi wurde wieder um 6.45 Uhr alleine wach. „Ich stehe jetzt auf!” O.K. 10 Minuten bleiben mir noch. Helmut und Ute sind am schuften, aber Helmut will um 9.00 Uhr noch mal kurz vorbeischauen. Mein verschwundenes Netzteil blieb verschwunden. Nach dem Frühstück wurde das Gepäck gepackt und alle Räume auf vergessens­ge­fähr­dete Dinge überprüft. Ach, noch vor dem Frühstück, ich hatte unsere Betten abgezogen, wurde eine erste Wäsche in die zuständige Maschine verbracht und das passende Programm gestartet. Als Helmut dann auftauchte, waren wir mit allem fast fertig. Herzlich bedankten wir uns noch­mals und schickten ihn wieder auf Arbeit. Um 9.55 Uhr, wir hatten alles wie verab­redet verschlossen, fuhren wir los.

Alles in allem kamen wir sehr gut durch, die Baustellen lösten keine Staus aus. So stand Heidi um 13.05 Uhr vor der seit 13.00 Uhr mittagspausierenden Zeulenrodaer Touri­sten­information am Stausee. Zum Glück stand ich am Personalein- und -ausgang und konnte so den erscheinenden Informantinnen unsere Bitte um eine Not Unterkunft vortragen. Keine Chance hier, aber wir sollten doch mal bei der „Pension Monika” nachfragen. Die hätten eventuell sogar eine Ferienwohnung frei. Uns blieb nichts, als frohen Mutes einen guten Appetit zu wünschen und nach Mittelhöhe zu fahren.

Gesagt - getan. Die „Pension Monika” ist wirklich nicht zu verfehlen, vor allem weil linker Hand in Mittelhöhe nur Häuser stehen, die zur betreibenden Familie gehören. Das letzte ist dann auch so gekennzeichnet. Der Parkplatz war leer und das Haus verschlossen, jedoch mit dem Hinweis versehen, man möge eine der aufgeführten Telefonnummern wählen. Gleich beim ersten Versuch hatte Heidi Erfolg. „Ich bin ganz in der Nähe.” verlautbarte eine männliche Stimme. Wie wir später erfuhren, war es Monikas Witwer, der aus dem Garten des Nachbarhauses trat. Welche Art des Bettes wir denn wünschten, lautete die Antwort auf unsere Frage nach einer Unterkunft. Uff, das sollte doch wohl klappen. Ob er auch eine Ferienwohnung verfügbar hätte, mußte er noch schnell mit seiner Tochter, die jetzt die Geschäfte führte, abklären. Ja, auch das ginge.

20210809_152940.jpg
Auf gutem Wege

Alles sauber und adrett unter dem Dach juchhe, das neh­men wir. Noch in die Coronaliste eintragen, den Schlüssel aushändigen lassen und schon konnten wir beruhigt nach Jena düsen, damit Heidi ihrer Mutter direkt Mut würde zusprechen können. Eine Viertelstunde vor Beginn der Besuchszeit parkten wir das Auto in der Goethe Galerie ab. Dadurch konnte Heidi ihren Durst mit einem frisch bereiteten, bunten Gemüsesaft verwöh­nen. Ich stellte meinen Hunger mit einer Bratwurst, warf einen Blick auf die Angebote des Sommer­schluß­ver­kaufs und ließ mich nicht hinreißen, meine Rente zu verjubeln. Aber ich hatte ja noch Heidis Einkaufszettel abzuar­bei­ten. Das nahm ich im Tegut in Angriff, Als Heidi anrief und mir mitteilte, dass sie mit Gisela Zeitungen kaufen gehe. Okay, Einkauf ins Auto verfrachten und die Mädels suchen. Erst Heidis Anruf führte uns dann wieder zu­sam­men. Den Versuch, auf dem Holzmarkt einen Kaffee zu bekommen, brachen wir nach einer Vier­tel­stunde ab. Glücklicherweise hatte ich meinen schon vorhin, direkt nach der Bratwurst im „black been” genommen. Gisela wurde langsam unruhig, denn sie sollte ihre vorerst letzte Infusion bekommen. Also begleitete Heidi Gisela zurück ins Krankenhaus. Das zog sich dann doch länger als erwartet, was ich zu einem Besuch des Saturn nutzte.

20210809_190945.jpg
Blick aus unserer Wohnung
20210809_195413.jpg
Natur pur

Endlich lösten wir unser Auto für die üblichen fünf Euro aus und machten uns zurück auf dem Weg nach Mittelhöhe. Alles verlief reibungslos. Gegen 7.30 Uhr nahmen wir unsere Ferienwohnung in Besitz. Zum Abendbrot gab's Helmuts letzte Bratwürste mit Baguette. Zwar funktioniert der Fernseher im Schlafboden nicht, aber den würden wir sowieso nicht nutzen. Schwerer wiegt, daß keine Nachtschränkchen oder Ablagen vorhanden sind. Das sollte sich aber nachrüsten lassen. Heidi fehlte auch ein Wasserkocher, um Tee brühen zu können. Dazu wurde erstmal der der Hauptküche genutzt. Im Fernsehen kam nichts außer Fußball. Kaiserslautern empfing die Fohlen, hielt sich wacker, mußte aber schlußendlich doch die Segel streichen. Das taten wir dann auch.

Gute Nacht!

Valid CSS!