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Ruhetag

Mitwoch
23. Mai 2007

 
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Ruhetag mit Gewitter

Als ich heute gegen 8.30 Uhr auf die Terrasse trat, wies das Thermometer schon 24°C aus - richtig kuschelig. Die geholten, frischen Brötchen waren gewohnt lecker. Wir zelebrierten das Frühstück genüßlich und ließen es uns gut gehen. Nur daß es zusehends wärmer wurde. Karin schrieb Tagebuch, Heidi und ich lasen. Zwischendurch nähte ich noch den abgerissenen Knopf wieder an meine helle Hose, um dann guten Gewissens weiterzulesen. Annekathrins Cobiographie liest sich nur so weg. Zum Mittagessen wurde heute eine Schale feinsten Speiseeises kredenzt. Er ist kaum auszuhalten, dieser Urlaub.

Karin rätselte etwas, als grollende Töne zu hören waren. Östlich zeigten sich dunkle Wolkenberge und tatsächlich zog ein handfestes Gewitter auf. Wir hatten genug Zeit, die Liegen und die Wanderschuhe ins Trockene zu verbringen, da nach den ersten, vorwarnenden Tropfen noch einmal Ruhe einzog, bevor es richtig losging. Das Gewitter zog direkt über Mali Maj hinweg und sorgte dafür, daß ich heute den Garten nicht zu sprengen brauche. Ich schlig vor, doch während des Gewitters zum Einkaufen zu fahren, denn dann wären die Märkte bestimmt schön leer. Der Vorschlag stieß auf allgemeines Unverständnis, was sich in der totalen Ignorierung desselben niederschlug. Wir zogen auf die trockenere Seite der Terrasse, wo ich das Tagebuch aktualisierte. Das Thermometer war von 31°C auf 23°C gefallen. Als dann die Sonne die Oberhand gewann, kam ein verbreites Saunagefühl auf. Gut, auf den Aussichtspunkt St. Angelo würden wir heute nicht steigen, aber vor dem Einkaufen könnten wir wohl schon einen Abstecher auf die vorgelagerte Insel St. Nikolaus machen.

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Porec von der Fähre aus

Wir parkten am Hypermarkt und begaben uns von dort zum Hafen, wo die Fähre laut Frau Bernik alle 15 Minuten zur Insel führe.Unterwegs bekämpften Heidi und ich unsere Magenkrämpfe mit Minnipizza bzw. Mohn-Quark-Apfelkuchen. Nein, nicht in dieser Reihenfolge, es war wirklich nur ein Stück. Karin hatte vom Eis noch genug Saft im Akku. Die Fähre, die zur Zeit nur alle halbe Stunde fährt, erwischten wir auf den Punkt. Karin berappte die anfallenden Fährkosten von 45,- Kuna um 16.30 Uhr und noch in derselben Minute legte das Boot ab. Kaum fünf Minuten später setzten wir unsere Füße auf die Ferieninsel

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Die Krone vor dem Schloß
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Der alte Turm

In früheren Zeiten ließ es sich hier ein gekröntes Haupt gutgehen, jedenfalls hängt vor dem Schloß eine solche Kopfbedeckung herum. Jetzt wird hinter dem Schloß fleißig Tennis gespielt und der Rest der Insel wurde mit einem Hotelneubau, diversen Bungalows und Bettenhäusern entweiht. Die Badebuchten sind bestens gepflegt. Und es ist wirklich angenehm, daß man sich auch als nicht im Hotelkomplex logierender Touri überall auf der Insel - bis auf den Poolbereich - frei und ungehindert bewegen kann. Auf der Hotelterrasse bestellten wir zwei Capuccini und eine Bitterlemon für Heidi. Nun war auch Karins Akku alle und ein Stück mehrschichtigen Kuchens füllte ihn wieder auf. Dies geschah relativ zügig, da schon wieder ein leichtes Grollen zu vernehmen war, die Wolkenstruktur eine deutliche Sprache sprach und die Fähre in zehn und dann erst wieder in vierzig Minuten zu Diensten sein würde. Die Fähre ließ sich jedoch auch nicht von Eile anmahnenden Blitzen nicht aus der alltäglichen Routine reißen. Flinke Füße waren gefragt, nachdem wir wieder festen Boden unter denselben hatten. Die auf dem Wege zum Hypermarkt entdeckten Passagen würden wir uns später genauer ansehen.

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Überwuchertes Bettenhaus
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Auf dem Rückweg

Es tröpfelte, konnte sich aber nicht zu mehr durchringen - zum Glück. Für unsere abgegebenen Flaschen erhielten wir 9,- Kuna Pfand zurück (Wein-, Bier- Wasser-, Saftflaschen). Da wir morgen zu den Pltwitzer Seen fahren wollen, fiel der Einkauf eher bescheiden aus. Außerdem wäre es ganz nett, trocken unter das Terrassendach zu gelangen. Das schafften wir gut, aber dann goß es schon nochmal eine gute Stunde. Da wird der Garten auch morgen ohne zusätzliches Wasser auskommen. Das paßt doch.

Heidi und Karin bereiteten ein sehr leckeres Abendmahl aus den Minikartoffeln, Quark und Auberginen. Die ersteren gekocht, zweiterer angerichtet und wohl abgeschmeckt, dritte geschnitten, eingelegt und dann gebraten. Auch ohne Bockwurstscheiben oder gerade deswegen schmeckte es allen bonfontsionös. Die Gefahr des Platzens wurde hier und da erwähnt. Slivovic sollte sie wieder verringern. Die wenigen Fotos von heute bereiteten anschließend Heiterkeit und Freude. Ich stellte mittels GIMP einen Turm gerade, als Juliane zurückrief. Wir werden uns am Freitag von der Fähre zur Insel Rab nochmal melden. Dobre Noc!

Jost

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