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Anreise

Mittwoch bis
Sonntag
8. bis 12. Mai 2013

 
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Über Jena und Langenreichen nach Casanova Lerrone

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Ich durfte dieses Jahr meinen Urlaub um zwei freie, durch Über­stunden abgegoltene Tage erweitern. Da auch noch der Vatertag hineinfiel, kommen dieses Jahr knapp vier Wochen Erholung von der Firma heraus. Auch wenn Kofferpacken nicht direkt erholsam ist, unterstützt es doch die Vorfreude auf die schönste Zeit des Jahres, den Urlaub. Heidi hatte wie immer recht mit ihrer Zeit­kal­kulation, vor 15.00 Uhr wurden wir nicht fertig. Kein Problem wir hatten Zeit. Die etwas zähflüssige Fahrt nach Jena endete gegen 18.30 Uhr mit dem Einladen Giselas Einkäufe und deren Ver­brin­gung in den Keller oder wo auch immer die Einzelteile hingehörten. Supererfolgreich wurde der Abend mit der Reparatur der extra­kitschigen, blumigen Leuchtgirlande abge­schlossen.

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Alle Himmelfahrer,..._________________...Biergärtner...__________...und Waldschrate

Und dann war Vatertag. Treffpunkt 10.00 Uhr am Hanfried. Sowohl Frauen als auch Männer versammelten sich initial dort. Die Frauen trieb es zum Erlkönig und zur neuen Kunitzer Hausbrücke, die Männer in den Biergarten der Noll. Nur Dieter hatte offensichtlich das zweite Mal die Sommerzeit eingeführt und war schon um 9.00 Uhr am Hanfried gewesen. Bei Livemusik wurde das erste Bierchen getrunken, was sich im Wechsel mit ernüchternden Wandereinlagen bis zum Abend hinzog. Selbst gelegentliche Schauer und das durchaus kräftige Gewitter, das wir im "Schwarzen Adler" geschützt über uns ergehen ließen, tat der Stimmung keinen Abbruch. Alle hielten durch und zur Belohnung durften die Schweizer sogar noch einmal mit in die Stadt. Auf "Zur Grünen Tanne" lautete das Motto des Abends.

Am nächsten Morgen durfte Klaus den Platz an der Gardine einnehmen. Heidi erklärte Gisela noch einmal die Benutzung des DVD-Spielers im Zusammenspiel mit dem Fernseher und schon waren wieder alle Programme verstellt. Gisela war dem Zusammenbruch nahe, dabei war nur die falsche Senderliste aktiviert worden. Das passiert beim Abschalten des DVD-Spielers immer, was darauf schließen läßt, daß sie das Teil seit der ersten Einweisung überhaupt nicht benutzt hat. Nun gut, als alles wieder eingerenkt und dokumentiert war, durften wir zu Ute aufbrechen.

Um 10.30 Uhr also starteten wir. Schon in Rutha wurde aber zwecks Bratwurstkaufes angehalten. Die Kunden standen bis draußen. So 'ne tolle Schlange am Fleischer hab ich ewig nicht gesehen.

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Mit den Osts unterwegs
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Alles blüht

Bis 15.00 Uhr brauchten wir, um nach Langenreichen zu gelangen. In den letzten Jahren, die wir nicht hier waren, hat sich eine Menge verändert, nur die herzliche Aufnahme nicht. Da Helmut die ganze Woche Bereitschaft hat, konnte er den vormittäglichen Spaziergang zu seinem Leidwesen nicht mitmachen. Andererseits hatte es den Vorteil, daß er uns nun aus Westendorf abholen konnte, als wir auch dort dank einer Hochzeit keinen Einlass ins Wirtshaus fanden. Da abends sowieso gegrillt werden sollte, mußte und konnte eine Brotzeit genügen. Es wurde eine Pfannkuchenzeit daraus. Nach einer Partie Kubb mit Alex und dem Anschauen des bayerischen Derbys wurde der Grill entfacht. Es wurde ein ausgesprochen angenehmer und netter Abend mit Irmgard und Martin. Das Aufstehen am Sonntag war kein Problem, denn es war mehr erzählt und diskutiert als getrunken worden. Nach einem kräftigen Frühstück brachen wir gegen 10.00 Uhr auf.

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Hinterm San Bernadino

Das Navi meinte, 17.21 Uhr wäre eine gute und durchaus wahrscheinliche Zeit in Casanova Lerrone anzu­kom­men. Na mal schauen. 730 Kilometer sind auch kein Pappenstiel, obwohl geschätzte 90 Prozent der Strecke auf Autobahnen zurückzulegen sind. Für Heidi war die Fahrt auf den Auto­bahnen eher lang­wei­lig, bis sie in der Schweiz vor dem Passieren des ersten Tunnels auf die Idee kam, deren Namen und Längen zu notieren. Leider reichten die verfügbaren Papier­vorräte nicht bis zum Schluss, so dass irgendwann die Namen entfielen. Die amtliche Auswertung der Tunnel­zählung ist nicht vor Ende des Urlaubs zu erwarten. Stellvertretend sei wenigstens der mit 6,6 Kilometer längste Tunnel genannt: San Bernardino, nach dessen Passage wir um 13.30 Uhr unserer Mittags- und Pinkelpause zelebrierten. Das Navi tat sein bestes und navigierte uns ohne Unterlass bis an den Zielort. Der ist jedoch so klein und unübersichtlich, dass es kurz nach dem Ortseingang meinte, das müßte jetzt genügen und das Ziel auf der rechten Seite wäre erreicht. Es war zwar 17.21 Uhr, aber da machte es sich das Navi etwas zu leicht. Jedenfalls war weit und breit kein Agriturismo geschweige denn das "Il Poggio" zu sehen. Zum Glück wird am Ende alles gut, so auch diesmal. Nach zwei- bis dreihundert Metern fand sich ein hilfreiches Hinweisschild und von da an brauchte es nur ein klein wenig Mut, den folgenden Hinweisen zu folgen und schwups standen wir auf dem Parkplatz unseres Etablissements.

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Auf der Terrasse

Unser schönes Zimmer mit Terrasse erfüllt alle Wünsche und um 20.00 Uhr gäbe es das Abendmahl, so wir wollten. Und ob wir wollten. Aber erst mal ein Bier, das wäre klasse. Einfach wunderbar. Um es nicht bei der Beschreibung jeden Ganges wieder­holen zu müssen, alles schmeckte vorzüglich, angefangen beim Spinat­kuchen, dem Vitello Tonnato und dem russischen Salat, weiter mit den Bandnudeln mit Pesto, Artischocken­her­zen an Hähnchenteilen und abge­schlos­sen mit gefüllten Teigtaschen, zu denen der Kaffee hervorragend passte. Alles waren, wie gesagt, Gaumenfreuden vom Feinsten. Als wir uns anschließend in der Gaststube einzurichten drohten, bot uns die Chefin an, die Bibliothek für unsere Schreib- und Leseübungen zu nutzen, was wir auch taten. Jetzt sind wir immer noch sehr satt und müde.

Buona Notte!

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