Ligurien - 13. Mai 2013
Albenga und Anwandern
Frühstück gibt es ab 8.30 Uhr, was wir dank des ungestörten Schlafes verpaßten, also die Anfangszeit. Die Ruhe auf der Höhe (Il Poggio) ist fast vollkommen. Da ich als erster aufgestanden war und mich nicht schminken muß, gewann ich einen zeitlichen Vorsprung, den ich für einen kleinen Rundgang durch die Anlage inclusive Fotosession nutzte. Leider hatte ich es vergessen, mich bei Heidi abzumelden, was zum meinem ersten Aufstrich führte. Das Frühstück ist entschieden besser als das des letzten Jahres auf Sardinien. Außer der selbstgemachten Marmelade gibt es auch guten Käse und Kuchen, ausreichend Milch zum Café Latte. Doch, das Frühstück kann ich guten Gewissens empfehlen.

- Tolle Gebäude

- Blick vom Frühstückstisch
Für den Tag hatten wir angedacht, uns Albenga, die nächstgelegene Stadt, anzuschauen und eine erste Schnuppertour (Tour 8) über die Via Julia Augusta, auf der schon die alten Römer unterwegs waren, zu unternehmen (7,1 km). Ich hatte schon gestern eine im Wanderführer erwähnte Straße ins Navi eingegeben, in der zu parken die Entfernung zum Bahnhof minimieren würde. Es ist nämlich keine Rundwanderung und so muß man sehen, wo man mit Bus oder Bahn wieder zurückkommt. Ich brauchte also nur noch das Navi zu aktivieren und schon konnte es losgehen.
Den Weg von unserer Höhe hinab hatte ich mir zwar eingeprägt, aber das Navi schien eine bessere Route gefunden zu haben. Vorbei am Aeroporto Turistico gelangten wir nach Villanova d'Albenga. Hinter dem Fluß rechts ab, der Straße folgend, landeten wir in einem Industriegebiet in Sackgassenart. Der Herr Martiri scheint hier der Namensgeber diverser Straßen zu sein und Albenga kommt im Ortsnamen ja auch vor. Also ohne Navi weiter, einfach den Schildern folgend, gelangten wir ins Centro. Und wie es der Zufall so will, gibt es am Ende einer schattigen Lindenallee zwar kostenpflichtige aber freie Parkplätze. Diese Via Martiri führt direkt zur Piazza di Popolo, an die sich die Altstadt anschließt.

- Das Zentrum

- Eine Piazza
Was ist das für eine Augenweide! Wirklich alte Wohntürme, ein Baptisterium aus dem 5. Jahrhundert, enge Gassen und angenehme Ristorante beeindruckten uns sehr. Hier müssen wir auf jeden Fall nochmal her!
- Schattige Gasse______________pflegebedürftig______________An der Stadtmauer
Jetzt fahren wir am besten erstmal nach Alassio, denn wenn wir dort ins Meer treten und das Badezeug nicht mitschleppen wollen, sollten wir dort parken. Gesagt, getan. Wir ergatterten sogar einen kostenfreien Parkplatz und brauchten uns nur noch um den Transfer zurück nach Albenga zu kümmern. Laut Reiseführer fährt die Bahn alle Stunde und die Busse verkehren alle 20 Minuten. Das stimmte so nicht ganz, gegen 14.00 Uhr muß ein 30-minütiger Rhythmus genügen. Den Bus um 13.50 Uhr verpaßten wir, denn wir hatten nicht damit gerechnet, daß er gut fünf Minuten Verspätung haben könnte und uns in Richtung Bahnhof auf den Weg gemacht. Schade, aber andererseits hatten wir so die Chance, zu bemerken, daß wir vor Fahrtantritt Tickets kaufen mußten. Die gab's in einem Café zu 1,30€ pro Person. Ein fairer Preis für mögliche 90 Fahrminuten. Wir brachen aber schon nach 15 Minuten ab, da wir den Ausgangspunkt unserer Wanderung erreicht hatten.
- Friedhofstor_____________Pool mit Inselblick______________Kirche am Wege
Der Weg ist wirklich ideal für den Anfang. Bei nur leichten Anstiegen erreicht man diverse Aussichtspunkte mit tollen Blicken vor allem auf die Insel Gallinara. Aber auch die Nekropolen- und Friedhofsreste aus dem ersten Jahrhundert nach Chr. sind eine interessante Abwechslung. Daß wir durch den Parkort am Ortsanfang auch noch einen Kilometer Wegstrecke sparten, störte uns nicht. Zumal dadurch auch der Weg zum Strand angenehm kurz blieb. Wir aßen unsere, in einem Delikatessen- und Gemüseladen erworbenen, superleckeren Nespole, nachdem Heidi ihre Füße in den Fluten erfrischt hatte. Heidi tippt auf 17°C Wassertemperatur.
Ansonsten bauen die Liegestuhlvermieter gerade ihre Lokationen auf. Ganz am Ende gibt es einen kleinen Abschnitt für kostenloses Badevergnügen. Naja dann wollen wir mal wieder, wir müssen oder wollen noch ein paar Sachen einkaufen. Bei Albenga hatten wir doch einen großen Supermarkt gesehen. Wir fanden den Supermarkt auf Anhieb, aber leider keine Parkmöglichkeit und dafür auch noch zu bezahlen, kommt garnicht in die Tüte.
Damit fing das Drama an. Wir waren einfach nicht in der Lage, in der Umgebung einen Lebensmittelmarkt zu finden. Ja Möbel, Schuhe, Küchen und Teppiche - kein Problem, aber Lebensmittel - Fehlanzeige. Erst zurück in Albenga nach bestimmt einer Stunde Umherfahrens klappte es endlich. Dafür meldete sich kurz vor unserer Unterkunft auch noch die Tankanzeige. Das mit den Tankstellen sollte besser klappen.
Zum Abendessen gab es auf unsere Bitte hin nur einmal Antipasti (Salami mit grünen Bohnen), Spaghetti und Hühnchen danach. Auf den Nachtisch verzichteten wir. Eigentlich war es immer noch sehr viel, wobei es wiederum sehr gut schmeckte. Unsere Dokumente erhielten wir nach der Registrierung zurück und auch den 24-stelligen Zugangscode fürs Internet durfte ich mir abschreiben. Auf unserer Terrasse ist der Empfang zu schwach aber im Zimmer klappt's.
Buona Notte!



