Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild img_8034.jpg Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild

La Spezia

Dienstag
28. Mai 2013

 
|Übersicht|

Las.gifVon Vernazza nach Monterosso

Heute sollte das Wetter eigentlich nochmal halten und deshalb hatten wir beschlossen, wenn möglich die Tour 29, den sogenannten Königs­wanderweg No 2 von Monterosso nach Riomaggiore zu erlaufen. Wir stellten den Wecker, denn wir wollten in Sestri den Zug um 9.45 Uhr erwischen. Und das klappte auch alles hervorragend.

Wir parkten fast an der selben Stelle wie beim letzten Mal, gingen zum Bahnhof und wollten das Cinque Terre Ticket lösen. Daraufhin riet uns der nette Bahnbeamte, man wisse nicht, ob es dort drüben regnen würde und wir sollten doch überlegen, ob es nicht besser wäre, nur die Bahntickets (40 km mit sechs Stunden Gültigkeit) zu kaufen und erst vor Ort, bei günstigen Wetterbedingungen, die Mauttickets für den Wanderweg.

Wie recht der vorausdenkende Mann hatte. Kaum hatte der Zug den Bahnhof verlassen, waren wir froh, ein Dach über dem Kopf zu haben. Es regnete stark und sah nicht so aus, daß es nachlasen wollte. Es hatte wenig Sinn, bei Regen durch Monterosso zu staksen und so blieben wir einfach im Zug sitzen, stiegen erst in La Spezia aus - Endstation.

img_7993.jpg
Am Hafen
img_7999.jpg
Immer wieder Garibaldi

Hier regnete es nur leicht, was unsere Regenjacken gut verkrafteten. Vom Bahnhof aus halb links gelangt man schnell in die hiesige Fußgängerzone und die Altstadt. Wir kauften uns Focaccia für die Brotzeit bei einem tollen Bäcker. Im Hafen herrschte eine dem Wetter entsprechende Stimmung, alles ziemlich trübe. Vor einem Fischrestaurant standen die ersten Gäste und warteten darauf, in Kürze eingelassen zu werden. Eigentlich war es schon 12.00 Uhr, aber bis das Personal das realisiert, kann es schon mal 12.05 Uhr werden. Wir hatten eh noch keinen Hunger und es hatte auch aufgehört zu regnen.

img_8004.jpg
Auf dem überdachten Markt

Langsam gingen wir durch die Fuß­gängerzone zurück in Richtung Bahn­hof. Dabei entdeckten wir die mo­der­ne Markthalle La Spezias. Es ist eigentlich garkeine richtige Halle, son­dern eher ein überdachter Markt­platz in interes­san­tem, wellenförmigem Design und da­durch sehr luftig. Bei schlechtem Wetter bleibt man trocken und im Sommer kann sich die Hitze nicht stauen. Und das Angebot ist riesig und frisch, eine Augenweide. Wir bedau­erten an der Stelle, daß wir diesmal nicht selbst kochen, also Heidi meine ich natürlich.

Wir erwischten wieder einen Zug nach Ventimiglia, der zu unserer Freude auch in Vernazza hielt. Inzwischen hatten sich nämlich die Regenwolken verzogen und wir konnten tatsächlich an unserem vorletzten Tag von dort nach Monterosso wandern. Wir wählten diese Variante, weil zum einen diese Etappe als Variante im Reiseführer empfohlen wurde und dort auch nichts über eventuelle Sperrungen des Weges nach Regenfällen, wie zum Beispiel zwischen Corniglia und Manarola, stand.

img_8027.jpg img_8035.jpg img_8044.jpg
Vernazza_______________Wohnzimmertisch?___________Schlüpfriger Weg

In Vernazza herrschte reges Treiben. Heidi kaufte die letzten drei Ansichtskarten dieses Urlaubs, bevor wir uns auf den Wanderweg No 2 begaben. Die Pfützen standen gut und die uns entgegenkommenden Wanderer sahen ziemlich bekleckert aus, um nicht verschlammt zu sagen. An einem schönen Aussichtspunkt oberhalb Vernazzas packten wir unsere Stullen bzw. Focaccias aus und belegten sie mit dem Hirschschinken aus Chiavari.

img_8053.jpg img_8055.jpg img_8058.jpg
Und links ein Bach_______________Sieht breiter aus___________Gleich geschafft

Langsam wurde der berühmte Wanderweg immer voller und enger. Zum einen ist der Weg wirklich schön und aussichtsreich, zum anderen aber weder außergewöhnlich noch atemberaubend. Und die Vorstellung, hier in der Hochsaison auch noch gegen eine Mautgebühr unterwegs zu sein, ist für mich eher abschreckend. Zumal ein großer Teil der Strecke so eng ist, daß man kaum oder garnicht aneinander vorbeikommt. Kurz vor Schluß ist Heidi dann auch noch ausgerutscht und auf den Steiß geprallt. Das war ziemlich schmerzhaft.

img_8060.jpg
Ein Blick zurück

In Monterosso angekommen, setzten wir uns auf die Terrasse eines Ristorante und genossen ein kühles Bier. Am Bahnhof blieb uns die Zeit für einen Cappuccino, denn der Zug hatte seine standardmäßige Verspätung von zehn Minuten. Für unsere Colla­bo­ra­tione dankte uns die Stimme aus dem Zuglautsprecher des öfteren.

Auf Giandriale lag die Terrasse schon wieder im Schatten, denn die Sonne war bereits hinter dem westlichen Berg­rücken abgetaucht. Und wieder änderte sich die Zusammensetzung der Abend­mahlgäste. Ein kanadische Motor­rad­fahrer und eine Frau mit ihrer, in der Schweiz arbeitenden Toch­ter kamen hinzu, der lustige Italiener nebst Anhang blieb aus und die Kletterer waren auch schon wieder weg. Es war also wieder Ruhe eingekehrt. Die heute angebotene Mangoldtarte fand Luises absolute Zustimmung. Die Rezeptnachfrage war groß.

Buona Notte!

Valid CSS!