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Freiburg


Mittwoch
20. Juli 2022

 
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_Freiburg

Durch die Hauptstadt

Da es heute regnen sollte, planten wir, Freiburg einen Besuch abzustatten. Ist ja nicht so weit von Bonndorf entfernt. Einen Platz im Parkhaus in der Altstadt fanden wir auch, ebenso wie die Touri­steninformation. Dort ließen wir uns einen Stadtplan geben und kauften gleich die zwei Tickets für die Stadtführung um 14.00 Uhr. Wir ließen uns durch die Altstadt treiben und wunderten uns über die leeren Wassergerinne. Okay, es ist überall wenig Wasser verfügbar.

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Das Martinstor

Rund ums Münster begingen wir den täglichen Markt. Bei lokalen Bauern kauften wir frisch geerntete Äpfel für den Vitaminhaushalt. Die brachte ich dann ins Auto und nahm den Regenschirm mit. Heidi hatte oben vor dem Alnatura gewartet. Vorhin hatten wir einen seit 1986 existierenden Vietnamesen entdeckt, den wir nun besuchen wollten. Inzwischen begann es zu tröpfeln. Es war aber noch möglich, trocken vor dem Restaurant zu sitzen, bis es der Regen übertrieb und uns in die Innenräume zwang. Allerdings war es seitens des Regens nur ein kurzes Intermezzo und wir nahmen wieder unsere Plätze vor dem Geschäft ein. Ich bestellte Breitbandnudeln zur Ente kross und Heidi lauwarme Nudeln mit Salat. Es waren zwar große Portionen aber trotzdem leicht und zu schaffen. Der abschließende vietnamesische Eiscafe bekam mir gut bei diesen trotz Regens hohen Temperaturen.

Bis zur Touristeninformation waren ist nur hundert Meter und so waren wir pünktlichst am Startpunkt für die City­füh­rung, der allerdings in den Schatten der gegenüber­lie­genden Kirche verlegt worden war. Keine schlechte Idee der in Essen gebürtigen Kunsthistorikerin, die uns die Altstadt in 90 Minuten näher bringen wollte. Das ist für eine 1000-jährige Stadt schon mal eine Aufgabe. Allerdings bezieht sich das immer nur auf im Stadtbild noch Sichtbares.

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Das Freiburger Münster
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Der Fischbrunnen

Also die Bächle sind leer, da die normalerweise von der Dreisam gespeisten Wasserrinnen wegen Wassermangels abgeklemmt worden waren. Schade eigentlich, denn da leidet die Atmosphäre schon, zumal niemand weiß, ob man jetzt ohne Konsequenzen in die Bächle treten kann oder darf. Wenn das nämlich durchaus auch versehentlich passiert, heiratet man ein Freiburger Kind. Herr Schröder soll da noch was offen haben. Am Münster wurden Architekturelemente genauer erläu­tert und die kurze Bauzeit her­vor­ge­hoben. Der täglich, außer an Maria Himmelfahrt wegen der Na­mens­patronin des Mün­sters, stattfindende Markt drumherum wurde ebenfalls ge­lobt. Die Mosaiken aus Rheinkieseln vor den Ein­gängen der hiesigen Läden stammen aus dem Mittelalter oder sind denen nach­emp­funden. Meistens sind sie zwar an historisch nachweisbar wichtigen Positionen platziert, aber bei den heute ständig wechselnden Ge­schäftsideen, haben Sie ihr ursprünglich angedachte Funktion verloren.

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Das Schwabentor_______Erzbischöfliches Ordinariat________Historisches Kaufhaus

Über das Schwabentor gab unsere Historikerin eine verbürgte Geschichte zum besten, die die Dummheit eines schwäbischen Handelsreisenden lobte, der die ganze Stadt kaufen wollte. Er habe soviel Gold in seinen Fässern, daß es leicht reiche. Es war aber nur Sand in den Fässern, wie sich am nächsten Morgen herausstellte. Nochmal zurück zu den Bächlen. Im Vergleich mit ähnlichen mittelalterlichen Konstrukten stand hier nicht die Hygiene im Fokus des fließenden Wassers in den Gassen, sondern der Brandschutz. Neuvermählte erhielten von der Gemeinde einen Eimer geschenkt, um eben damit die noch nicht vorhandene Feuerwehr zu ersetzen. Ideen muß man haben.

Apropos Feuerwehr, wie wär's jetzt mit dem Besuch eines Biergartens? Hier wird ebenso gelöscht, auch wenn es nur der Durst ist. Die von unserer Stadtführerin wegen der besten Schwarzwälder Kirschtorte hochgelobte Konditorei - Café Schmidt - fanden wir leider nicht. Nächstes Mal vielleicht. Auf dem Weg zum Auto bemerkte ich plötzlich ein bekanntes Gesicht. Jogi Löw schlürfte mit einem Bekannten Kaffee. Wen man hier so alles trifft.

Zurück in Bonndorf schuf Heidi einen wunderbaren Salat, den wir im Vorgarten genossen, bis es leicht zu regnen begann. Am Abend schlugen die Engländerinnen die Spanierinnen nach 0:1 Rückstand mit 2:1 nach Verlängerung. Es war ein sehr ansehnliches und span­nendes Spiel mit gerechtem Ausgang.

Gute Nacht!

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