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Bootspartie

Donnerstag
14. Juli 2022

 
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_________Brienz

Jetzt fahr'n wir übern See

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Aufbuch

Heute ist An­ni­kas letzter Tag und um Moritz ein wei­teres Er­leb­nis zu bie­ten, wollten wir mit dem Auto nach Bri­enz fahren, um von dort mit einem Schau­fel­raddampfer ans andere Ufer zu ge­lan­gen. Aber erstmal wurde gefrüh­stückt und dazu die phanta­sti­sche Him­beertorte angeschnitten ein unglaub­licher Kunst­genuß hätte Adolf gesagt. Ein Schmaus nicht nur für den Gau­men son­dern auch fürs Auge. Danke Li!

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Mit einem Freund
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Der Ziegenhirt

Florian, Li die jungen Osts nebst Partner blieben im Chalet. Es ging ihnen gesundheitlich ziemlich schlecht. Da helfen oft ver­län­gerte Schlafphasen. In Brienz fanden wir zwei sonnige Parkplätze für fünf Schweizer Fran­ken den ganzen Tag. War auch nicht weit vom Hafen, das paßte. Die zehnmi­nü­ti­ge Fahrt nach Giessbach-See und zurück kostet 22,40 SF beziehungsweise für Max für die zweite Klasse die Hälfte. Als wir die Tickets hatten, blie­ben noch 45 Minuten, die wir bei Erfri­schungs­ge­tränken auf der Terrasse mit Goethe verbrachten.

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Das Dampfschiff img_20220714_124635
DS Loetschberg
wurde gut ange­nom­men, weshalb sich eine lange, dicke Schlange bildete. Die verschwand dann aber völlig problemlos im Rumpf. Uns gefielen die Plätze an Deck ganz gut und so stiegen wir zum Platz I auf. Kontrollen der Billets erlebten wir nicht. Wir genossen die schauflige Fahrt und ich staunte, mit welcher Geschwindigkeit die Anlegestelle angesteuert wurde. Es war ein perfektes Manöver.

An Land lenkte ein netter, älterer Herr die Aussteigenden direkt nach rechts zur Stand­seil­bahn. So clever kaperte er seine Fahrgäste. Man kann natürlich auch die freundlichen Gesten ignorieren und die 93 Höhenmeter zum Grandhotel Giessbach per Pedes absol­vie­ren. Wenn man aber ersteinmal vor dem Wagen steht, gibt es kein zurück. Zehn Schweizer Franken hin und zurück sind ein fairer Preis für den geschwinden Transport. Echt nostalgisch diese Bahnfahrt.

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Gerahmter Fall_____Berghinauf geht gut________________Grandhotel und See

Oben angekommen orientierten wir uns in Richtung der Wasserfälle. Der Weg hinauf machte Moritz so viel mehr Spaß, als das gestrige, stupide Geradeausgelaufe. Er war kaum zu bremsen, stieg die Treppen bergan und waren sie eigentlich zu hoch, forderte er keine Hilfe ein, sondern kletterte eben mit allem was er hatte hinauf - eine Augenweide. Die erste Brücke über den Bach hatten wir rechts liegen lassen. An der zweiten Brücke konnten wir unter dem Wasserfall hindurchgehen. Das war spannend. Da gingen wir gleich noch mal unter durch. Wir krabbelt noch etwas bergan, da aber das Erreichen der Hütte illusorisch war, kehrten wir nach einem kurzen Picknick bald wieder um. In einem der oberen Gebäude konnte eine „Ausstellung” von Holzschnitzerlehrlingen begutachtet und die Toilette benutzt werden.

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Ute mit Wasserfall_____________Bergrunter auch gut__________Und Tschüß



Die Terrasse des Grand Hotels lud uns nicht überzeugend genug zum Verweilen ein, was uns veranlaßte die 15.00 Uhr-Seilbahn zur Anlegestelle zu fre­quen­tie­ren und so die Fähre um 15.09 Uhr zu erreichen. Diesmal blieben wir auf dem II. Platz, wurden aber wiederum nicht kontrolliert. Was ich erst später auf dem Ticket las, es gilt von 0.00 Uhr bis 5.00 Uhr des Folgetages. Solange es nicht entwertet ist, kann man also hin- und herfahren. Sehr entgegenkommend.

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Komische Musikanten__________Die Denkerin________________Klisché?

Zurück in Brienz nutzten wir die kürzeste Verbindung zum hiesigen Strandbad. Die fünf Schweizer Franken pro Nase tat niemandem weh und Maximilian spendierte noch einen Sonnenschirm (4,- SF). Als der im doppelten Sinne gespendete Schatten nicht ausreichte, holte Maximilian einen zweiten Schirm, den er ob seines ehrlichen Auftretens kostenlos erhielt. Für zwei Schweizer Franken kann man sogar vergessene Badetücher leihweise ersetzen. Doch auch diesmal wurde Max sein Geld nicht los. Unglaublich. Das ungefähr 21°C warme Wasser war ein Genuß.

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Baden mit Mutti

Moritz bestand auf die Begleitung seiner Mutter. Nach dem Baden versuchte Anni­ka etwas zu schlafen, was Moritz durch turnenrische Einlage zu verhin­dern wußte. Erst als er die Plansch­becken entdeckte, hatte Annika ge­won­nen. Moritz und ich stapften zum obersten der drei Becken, dass 30 Zentimeter tief und somit das sicherste war. Moritz genoß das sich ins Wasser fallen lassen sichtlich. Von einigen größeren Kindern schaute er sich das Spritzen mit den Beinen ab. Als er aus Versehen Wasser in den Mund bekam, spuckt er es nach meiner Aufforderung ganz normal aus.

Staunend über den planschenden Moritz erschien Annika. Ihr mündliches Pom­mes­angebot verfing nicht. Erst als die Pommes wirklich am Pool erschienen, war Moritz aus dem inzwischen 60 Zentimeter tiefe Planschbecken zu locken. Nach der kleinen Stärkung holt Max und ich die Autos zum Bad, um die Abfahrt bequemer zu gestalten. Klappte alles trotz der Enge bestens. Inzwischen war es schon halbsieben geworden und als wir noch vor sieben im Chalet eintrafen, öffnete sich ein kleines Zeitfenster für eine Runde Minigolf.

Dieses nutzten Max und Moritz mit Annika und mir. Wir brauchten eine gute Stunde für die 18-Loch Anlage und es machte uns allen einen Riesenspaß, obwohl Moritz eine Beule davontrug. Auf dem Rückweg trafen wir die Kiddies, wie sie die Abkühlung des Badesees wieder aufbrauchten. Aber niemand wollte mitfahren.

Zum Abendessen gibt es heute Spaghetti Aglio é Olio con Peperoncini. Das Gericht wurde hoch gelobt und trotz grassierende Appetitlosigkeit fast vollständig vertilgt. Lob, Lob, Lob! Auf der Terrasse klang der Abend aus. Für Annika geht's morgen heim und auch sonst waren alle ziemlich groggy.

Guat Nacht!

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