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Arosa

Donnerstag
12. August 1999

 

Eine tolle Eisenbahnfahrt

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Im Hintergrund das Viadukt bei Langwies
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Überreste von Vulkanschloten

Da auch heute das Wetter nicht den Anforderungen einer Gebirgswanderung entsprach, entschlossen wir uns von Chur aus mit der Bahn nach Arosa und zurück zu zuckeln. In Chur kamen wir gegen 10.15 Uhr am Bahnhof an. 23 Franken hin und zurück waren ein annehmbarer Preis und der Parkplatz, den wir gleich am Bahnhof fanden, kostete nocheinmal 5 Franken für den Tag. Das Wetter war nun doch so gut geworden, daß wir im Aussichtswagon platznehmen konnten. Es ist wirklich eine ganz tolle Bahnfahrt an Schluchten entlang, dann wiederum hinüber und in ein anderes Tal hinein. 58 Minuten Landschaft pur, das heißt die ersten 10 Minuten geht's vom Bahnhof Chur (650m ü.N.N.) durch die Stadt bzw. den Stadtteil Sassel, um dann durch die vielen Tunnel und über die vielen Brücken nach Arosa (1739m ü.N.N.) zu gelangen. Es hat viele Stationen, von denen einige nur "auf Verlangen" auch benutzt werden. Normalerweise fährt die Bahn da hald durch, wenn man nicht ein Knöpferl drückt oder wild winkend Signal gibt. Wir hatten das Glück, den Zug mit dem Aussichtswagon erwischt zu haben, denn erstens wird er nur bei entsprechendem Wetter und selbst dann auch nicht immer angehängt.

In Arosa angekommen, spazierten wir um den See, der gleich am Bahnhof liegt, holten etwas Geld beim Postomat und suchten uns ein gemütliches italienisches Restaurant für die Mittagsspeisung aus. Die Pizzen waren geschmacklich sehr gut und der Boden wie aus dem Holzofen. Können wir nur empfehlen. Wir spazierten noch ein wenig durch den Ort. Die Geschäfte haben von 12.00 bis 14.30 Uhr Mittagspause und so hielt uns nicht mehr viel in Arosa.

Also nahmen wir den 14.00 Uhr-Zug zurück nach Chur. Diesmal war kein Aussichtswagen geplant. Auch war der Zug jetzt blau und nicht mehr rot. Darüber hinaus wurden Erfrischungen angeboten. Und ein orthodox-jüdisches Paar, wie hier viele zu sehen sind, war ebenfalls in unserem Wagen. Wir ließen die Landschaft ein zweites Mal an uns vorüber ziehen und waren erneut begeistert.

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Halt auf Verlangen
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Mit dem Zug durch Chur

In Chur ließen wir das Auto noch stehen und gingen etwas shoppen. Bei C&A gab's viele Sonderangebote, aber die Sommer- bzw. kurzen Hosen paßten mir dann doch nicht so richtig. Nur Maximilian hatte eine ihm genehme, kurze Hose gefunden (15,-). Dann drängte er uns in ein Kaufhaus, in dem er vor einigen Tagen schon ein ganz tolles Nike-T-Shirt ins Auge gefaßt hatte. Wir waren total begeistert von der ausgewaschenen Aufschrift. Letztendlich konnten wir Maximilian überzeugen, daß Knie- und Ellenbogenschützer weitaus wichtiger wären als ein Nicky (30,-). Wir hatten das Kaufhaus schon fast verlassen, als wir noch ganz tolle Wanderschuhe für Heidi erstanden (150,-). Bloß raus aus der Stadt!

In Churwalden hielten wir dann doch nochmal beim Fleischwerksverkauf und beim Coop. Der Magen knurrte auch langsam wieder und Heidi hatte die Nudeln mit Schinken und Sahne schnell auf dem Tisch. Nach dem "Taxi nach Rathenow" mit Inge Meysel scrabbelten wir noch etwas, bevor sich Maximilian ins Bett begab Es regnete zwar schon seit Stunden, aber man kann ja nicht wissen, wie es morgen früh zu unserer geführten Wanderung auf das Lenzer Horn, dem wandermäßigen Höhepunkt und Abschluß des Urlaubs, ausschauen würde. Der Regen rauschte auch noch, als wir schon im Bett lagen und das machte mich doch ganz schön nachdenklich. Hoffentlich hält sich das Wetter an seinen Bericht und beendet den Regen!

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