Vietnam - 22. April 2011
Die Tempelanlage der Cham
- Reismehlblätter_____________Maiskolben und Reis_____________Erdnüsse
Wieder einmal beendete das Weckerklingeln, diesmal um 6.30 Uhr, die Nacht. Nach einem guten Frühstück im Hotel ging es mit dem Bus zur Kulturstätte My Son. Unterwegs konnte man sehen, wie einige Lebensmittel zum Trocknen ausgelegt werden - Reismehlblätter auf Holzgestellen, Reis, Maiskolben oder Erdnüsse auf der Erde, direkt neben oder sogar auf der Straße.
- Empfangspavillon_____________Hohe Tempelbauten_____________Kastenförmige Tempel

- Beeindruckende Anlagen
Nach einer guten Stunde Fahrt erreichten wir den Parkplatz und hatten Zeit, Eintrittskarten zu kaufen und uns mit Sonnencreme zu präparieren. Gegen 10.00 Uhr sind wir wieder in den Bus gesprungen und die letzten zwei Kilometer in den Urwald gefahren. Die nächsten zwei Stunden wurden wir von unserem Guide durchs Gelände geführt mit vielen, oft unverständlichen Erklärungen in Englisch. Die Sonne schien erbarmungslos auf uns herab, es war nicht nur heiß sondern auch feucht. Diese Temperatur war wirklich eine Herausforderung und die alten Steine standen völlig unbeeindruckt herum. Das, was wir dazu verstanden und gelesen haben, war schon sehr interessant. Eine der frühen Cham-Kulturen hatte hier bis ins 14. Jahrhundert eine Tempelanlage. Warum diese dann aufgegeben wurde, ist nicht bekannt, vielleicht die Hitze?

- Die Flußfahrt

- Eine der vielen Fähren
Nach dieser schweißtreibenden Besichtigungstour ging es ersteinmal mit dem Bus weiter. Wir hatten die Rückfahrt mit dem Boot gebucht und fuhren doch eine große Strecke mit dem Bus. Doch endlich durften wir aussteigen und wurden vorbei an kleinen Gehöften zum Boot geführt. Zur Überraschung gab es kalte Getränke und etwas zu essen (Reis mit Gemüse und Banane als Nachtisch). Dann ging es los. Die zwei besetzten Boote legten ab und mit Motorkraft ging es Richtung Hoi An. Vorher galt es aber noch, die Handwerksbetriebe zu besichtigen. An der gegenüberliegenden Seite von Hoi An liegt eine Handwerkerinsel, wo man Handwerkern bei der Arbeit zuschauen und natürlich auch gleich diese Sachen kaufen kann. Holzbearbeitung, Intarsienarbeiten, sehr schöne Dinge entstehen so unter den gekonnten Handgriffen. Man kann aber nicht alles mitnehmen, also hielten wir und mit Einkäufen zurück.

- Die Pioniere müssen aufräumen
Nach dieser Tour legten wir am Hafen von Hoi An an. Wir gingen ersteinmal zum Hotel, um uns frisch zu machen. Die Besichtigung im Urwald hatte uns doch ziemlich zugesetzt. Nach einer Ruhepause und Dusche machten wir uns dann wieder auf zur Besichtigungstour durchs Städtchen. Ich besorgte mir in einem richtigen Laden und nicht am Straßenrand eine Sonnenbrille, denn die alte hatte ich wirklich irgendwo liegen gelassen. Wir schlenderten durchs Städtchen, beschauten die Auslagen in den Geschäften und schon wieder war uns so warm, daß wir vor einem Café eine Pause einlegten. Herrlichste Törtchen standen in der Vitrine und wir ließen uns verführen, suchten drei unterschiedlich Stücke aus, teilten diese und genossen den Nachmittag bei Beobachtungen der Gasse.

- Lampions über Lampions

- Die Japanische Brücke
Noch ein paar Einkäufe und wir gingen auf die Suche nach einem Restaurant. Entlang des Flusses hatten wir am Vorabend bei unserer Bootstour die Lichter verschiedener Restaurants gesehen. Unsere Wahl fiel auf ein vietnamesisches Restaurant, das natürlich auch Fisch und Meeresfrüchte auf der Karte hatte. Trotz der üblichen Verständigungsschwierigkeiten gelang uns eine Bestellung. Jost entschied sich für eine Krabbe. Die Krabbe kam und Jost begann mit der Arbeit. Zuerst die Scheren und Beine geknackt und das Fleisch fein säuberlich auf ein kleines Tellerchen gelegt. Nun der Panzer, mit Hilfe der Angestellten wurde auch diese Aufgabe gemeistert. Dafür wurde währenddessen die Anfangsarbeit zunichte gemacht, abgeräumt und weggeschmissen. Auf der Rechnung wurden dafür 50.000 Dong erlassen. Naja.
Nach diesem Ereignis brauchten wir noch einen Drink. Also ab zu unserem schon bekannten Restaurant von gestern mit dem schönen Garten. Dort wurde ein Cocktail für jeden geordert und die Ruhe genossen. Vor dem WC begegnete mir Katja, sie besuchte nicht das Restaurant, sondern war mit den Anderen schräg gegenüber beim Schneider, die bestellten Sachen abholen. Wir gingen nach dem Bezahlen mit und begutachteten die neuen Klamotten. Es war bereits 21.45 Uhr. Dann ging es zurück ins Hotel und wie immer müde ins Bett.
Heidi



